Sprunggelenk
Vom hartnäckigen Schmerz nach dem Umknöcheln bis zur Knorpelläsion: Diagnose und arthroskopische Therapie.
Wann zum Arzt
Die „banale“ Verstauchung, die nach Monaten noch schmerzt, ist ein Warnsignal: Dahinter können Schäden am Gelenkknorpel (der Knorpel überzieht die Gelenkflächen und wirkt als Puffer), ein Impingement (ein schmerzhaftes Anschlagen von Knochen oder Weichteilen im Gelenk) oder eine chronische Bandinstabilität (die Bänder halten das Gelenk auf Dauer nicht mehr ausreichend stabil) stecken. Auch wiederkehrendes Umknöcheln und Schwellungen nach Belastung sollten abgeklärt werden.
- Anhaltende Schmerzen nach dem Umknicken des Sprunggelenks gehören abgeklärt
- Eingriffe mit der Gelenkspiegelung (einer Untersuchung und Behandlung des Gelenks über eine kleine Kamera): schonend, ohne Übernachtung in der Klinik, schnelle Erholung
- Begleitende Bandinstabilität muss immer mitbehandelt werden
Behandlungsspektrum Sprunggelenk
- Impingement des Sprunggelenks – schmerzhaftes Anschlagen von Knochen oder Weichteilen
- Knorpelschäden (osteochondrale Läsionen, das heißt Schäden an Knorpel und dem darunterliegenden Knochen) – moderne Verfahren, die den Knorpel wieder aufbauen
- Osteochondrosis dissecans (OCD) – stadiengerechte Therapie
Häufige Fragen
Was bringt eine Sprunggelenksarthroskopie?
Über zwei kleine Zugänge lassen sich der Gelenkknorpel, Knochenanbauten (zusätzlich gebildete Knochenauswüchse) und Narbengewebe direkt beurteilen und behandeln – mit kleiner Narbe und rascher Erholung.
Warum schmerzt mein Knöchel Monate nach dem Umknöcheln noch?
Häufige Gründe sind übersehene Knorpelschäden, ein Weichteil-Impingement durch Narbengewebe (ein schmerzhaftes Anschlagen von Weichteilen, das durch Narbengewebe verursacht wird) oder eine dauerhafte Instabilität der Außenbänder (die äußeren Bänder halten das Gelenk auf Dauer nicht mehr ausreichend stabil) – alles gut behandelbar, wenn es erkannt wird.
Weitere Themen
- Wenn Ihr Sprunggelenk nach dem Umknicken über Monate weiter schmerzt, anschwillt oder immer wieder umknickt, kann eine Verletzung dahinterstecken – zum Beispiel am Knorpel oder an den Bändern.
- Solche anhaltenden Beschwerden sollten Sie ärztlich abklären lassen, denn sie bessern sich oft nur, wenn die Ursache erkannt wird.
- Die Behandlung ist meist über eine schonende Gelenkspiegelung mit kleinen Schnitten möglich – ohne Übernachtung in der Klinik und mit rascher Erholung.
- Wichtig ist, dass eine unsichere, lockere Bandführung immer mitbehandelt wird.
