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Kniechirurgie · Wien & Tulln

Kniegelenk

Vom Meniskusriss bis zur Kniescheibenluxation: Diagnose und arthroskopische Behandlung von Knieverletzungen.

Medizinische Information · Stand: Juli 2026 · OA Dr. Georg C. Bézard

Wann zum Arzt

Anhaltende Knieschmerzen, wiederkehrende Schwellungen, Blockaden (das Knie lässt sich vorübergehend nicht mehr richtig strecken oder beugen) oder ein Gefühl der Unsicherheit im Gelenk sollten abgeklärt werden – besonders nach einer Verdrehung des Knies beim Sport. Eine frühe, genaue Diagnose verhindert Folgeschäden am Meniskus (dem knorpeligen Puffer zwischen Ober- und Unterschenkel) und am Knorpel.

Auf einen Blick
  • Das Kniegelenk ist das größte Gelenk des Menschen – und das am häufigsten verletzte
  • Viele Eingriffe erfolgen heute minimalinvasiv (also mit möglichst kleinen Schnitten und geringer Belastung für den Körper) per Arthroskopie (Gelenkspiegelung)
  • Nicht jeder Befund braucht eine Operation: Die Therapie folgt der Evidenz (dem wissenschaftlich gesicherten Wissen), nicht dem MRT-Bild (der Magnetresonanztomografie, einer Schnittbild-Untersuchung ohne Röntgenstrahlen)

Diagnostik

Am Anfang stehen das ausführliche Gespräch und die körperliche Untersuchung mit gezielten Funktionstests. Röntgen und MRT (Magnetresonanztomografie, eine Schnittbild-Untersuchung) ergänzen die Diagnose. Wichtig ist die ehrliche Einordnung: Viele MRT-Befunde (etwa altersbedingte Abnützungsveränderungen am Meniskus) sind für das jeweilige Alter normal und erklären die Beschwerden nicht automatisch.

Behandlungsspektrum Knie

Häufige Fragen

Was passiert bei einer Kniearthroskopie?

Über zwei kleine Hautschnitte werden eine Kamera und feine Instrumente ins Gelenk eingeführt. So können Meniskus, Knorpel und Bänder direkt beurteilt und im selben Eingriff behandelt werden – meist tagesklinisch (das heißt, Sie können das Krankenhaus in der Regel noch am selben Tag wieder verlassen).

Brauche ich für jeden Meniskusriss eine OP?

Nein. Abnützungsbedingte Risse werden nach dem aktuellen Stand der Forschung zunächst ohne Operation behandelt. Operiert wird gezielt: bei Blockaden (wenn sich das Knie vorübergehend nicht mehr richtig bewegen lässt), bei frischen Rissen, die sich nähen lassen, oder wenn die Behandlung ohne Operation erfolglos geblieben ist.

Wie schnell bekomme ich einen Termin?

Ordinationstermine in Wien oder Tulln lassen sich online buchen; für Befundbesprechungen gibt es auch telemedizinische Termine (Beratungen per Video oder Telefon, ohne dass Sie in die Ordination kommen müssen).

Fazit – das Wichtigste für Sie
  • Das Kniegelenk ist das größte und am häufigsten verletzte Gelenk des Körpers – Verletzungen an Meniskus, Knorpel, Bändern oder Kniescheibe lassen sich heute meist schonend über eine Gelenkspiegelung mit kleinen Schnitten behandeln.
  • Nicht jede Verletzung muss operiert werden: Abnützungsbedingte Meniskusrisse werden zunächst ohne Operation behandelt, und viele Auffälligkeiten im MRT sind für das Alter normal und erklären die Beschwerden nicht.
  • Gehen Sie zum Arzt, wenn Sie anhaltende Knieschmerzen, wiederkehrende Schwellungen, ein blockiertes Knie oder ein Gefühl der Unsicherheit haben – besonders nach einer Verdrehung beim Sport.
  • Eine frühe und genaue Diagnose ist wichtig, weil sie Folgeschäden am Meniskus und am Knorpel verhindern kann.
OA Dr. Georg C. Bézard
OA Dr. Georg C. Bézard
Facharzt für Orthopädie und Traumatologie · Facharzt für Unfallchirurgie · Wien & Tulln