Sportverletzungen
Vom Kraftsport bis zum Kitesurfen: Verletzungen und Überlastungsschäden des Bewegungsapparats – mit dem Ziel, Sie zurück in Ihren Sport zu bringen.
Mein Ansatz
Als Sportler weiß ich, wie wichtig die schnelle, aber vor allem die richtige Rückkehr in den Sport ist. Die Therapie folgt der Evidenz (dem Stand der wissenschaftlichen Nachweise): Nicht jede Verletzung braucht eine Operation – aber wenn, dann minimalinvasiv (über möglichst kleine Schnitte und schonend für das Gewebe) und mit einem klaren Plan für den Wiederaufbau (die sogenannte Rehabilitation, also das gezielte Training zur Wiederherstellung der Beweglichkeit und Kraft). Die Freigabe für den Sport erfolgt anhand messbarer Kriterien, nicht nach dem Kalender.
- Behandlung akuter Verletzungen (plötzlich entstandener Verletzungen) und chronischer Überlastungsschäden (Schäden, die durch dauerhafte Überbeanspruchung über längere Zeit entstehen)
- Sportartspezifisches Verständnis: Kraftsport, Klettern, Rad, Laufen, Wassersport
- Return-to-Sport nach definierten Kriterien statt nach Gefühl
Häufige Verletzungen und Überlastungen
- Tennisellenbogen & Überlastungsschäden – wenn Sehnenansätze (die Stellen, an denen die Sehnen am Knochen befestigt sind) rebellieren
- Sehnenrisse – Achillessehne, Quadrizepssehne, Bizepssehne
- Schulterluxation und AC-Gelenksverletzungen
- Kreuzband- und Meniskusverletzungen
- Jumper’s Knee und Läuferknie
- Frakturen (Knochenbrüche) und Luxationen (ausgerenkte Gelenke) – unfallchirurgische Versorgung mit Blick auf den Sport
Sportarten mit eigenem Verletzungsprofil
Jede Sportart belastet anders – und verletzt anders: Kraftsport und Bodybuilding (Sehnenrisse, Schulterinstabilität, also eine Schulter, die leicht aus ihrer normalen Lage rutscht), Klettern (Ringband- und Fingerverletzungen; die Ringbänder halten die Beugesehnen der Finger nahe am Knochen), Rad und Triathlon (Schlüsselbeinbrüche, Überlastungssyndrome, also Beschwerdebilder durch dauerhafte Überbeanspruchung), Kite- und Windsurfen (Sprunggelenks- und Knieverletzungen). Diese Muster zu kennen, beschleunigt die Diagnose (das Erkennen der genauen Ursache) und die gezielte Therapie.
Häufige Fragen
Wann sollte ich mit einer Sportverletzung zum Arzt?
Sofort bei Verformung, Instabilität (wenn ein Gelenk keinen sicheren Halt mehr gibt), Blockade (wenn sich das Gelenk nicht mehr richtig bewegen lässt) oder starker Schwellung. Aber auch Beschwerden, die nach zwei Wochen Schonung nicht besser werden, gehören abgeklärt – dahinter stecken oft strukturelle Schäden (also tatsächliche Schäden am Gewebe wie an Knochen, Sehnen oder Bändern).
Was bedeutet Return-to-Sport-Testung?
Vor der Sportfreigabe werden Kraft, Sprungleistung und Bewegungsqualität im Seitenvergleich (also im Vergleich der verletzten mit der gesunden Körperseite) gemessen. Erst wenn festgelegte Schwellenwerte erreicht sind, ist das Risiko einer erneuten Verletzung akzeptabel niedrig.
Behandeln Sie auch Hobbysportler?
Selbstverständlich – die Prinzipien sind dieselben, nur die Ziele sind individuell: vom Marathon bis zum schmerzfreien Spielen mit den Kindern.
Weitere Themen
- Bei Sportverletzungen ist nicht immer eine Operation nötig – die Behandlung richtet sich nach Ihrer Verletzung und Ihrer Sportart.
- Gehen Sie sofort zum Arzt, wenn ein Gelenk verformt ist, keinen Halt mehr gibt, sich nicht mehr richtig bewegen lässt oder stark anschwillt.
- Auch wenn Beschwerden nach zwei Wochen Schonung nicht besser werden, sollten Sie das ärztlich abklären lassen.
- Kehren Sie erst dann zum Sport zurück, wenn Kraft und Beweglichkeit gemessen wurden und wieder ausreichend sind – nicht einfach nach Gefühl.
